Wildbienen nisten in allen möglichen Hohlräumen, sie sind dabei nicht wählerisch. Z.B. im Gartensessel, im Gartentisch, einer Schubkarre, im Bambusröhrchen, im Schilfröhrchen, in Käferfraßgängen, Löcher im Mauerwerk, im Papier.- und Kartonröhrchen und vielen mehr.

 

Bei Nistkästen werden Niströhren aus Schilf, Bambus, Karton und Papier verwendet. Diese werden alle gut angenommen von den Wildbienen.

Bruthülsen aus Bambus und Karton

Bruthülsen aus Papier

Nistturm aus Kork mit 1 cm Nisteingänge

Nisttürme aus MDF mi 8 mm Nisteingänge

Eine weitere Möglichkeit für Hohlraumbrüter sind Nisttürme. Die Platten sind aus z.B: MDF (Mitteldichte Holzfaserplatte) gefertigt. Vom Durchmesser 3 mm bis 9,5 mm werden sie meistens angeboten. Wir haben bei unseren Türmen Schlupfboxen eingebaut, daraus kriechen dann die geschlüpften Mauerbienen.

Wildbienen brauchen viele verschiedene Nistmöglichkeiten, wie:

 

 

Rotschopfige Sandbiene, Zahntrost Sägehornbiene, Verkannte Goldfurchenbiene, Rote Maskenbiene nisten unter der Erde (Sandböden, Sandhaufen, Böschungen ...)

 

Buckel Seidenbiene Weißflecken Seidenbiene, Gebänderte Pelzbiene nisten in einer Steilwand (Alte Mauern, Lösssteilwand, Sandsteilwand ...)

 

Gehörnte Mauerbiene, Rostrote Mauerbiene, Gewöhnliche Maskenbiene, Glockenblume Scherenbine nisten in einem Hohlraum (Käferfräßgänge, Bambus/Schilfröhrchen ...)

 

Blauschwarze Holzbiene, Wald-Pelzbiene, Schwarzbäuchige Blattschneiderbiene, Garten-Blattschneiderbiene, Gehörnte Steinbiene nisten im Totholz (Morschholz)

 

Stängel-Mauerbiene, Große Keulhornbiene, Stängel Düsterbiene, Westliche Zwergwollbiene Gekerbte Löcherbiene nisten in Markstängel (Brombeerstängel, Schilf, ...)

 

Bedornte Schneckenhausbiene nistet in leeren Schneckenhäusern

UM WILDBIENEN NACHHALTIG ZU UNTERSTÜTZEN, MÜSSEN DIE LEBENSRÄUME ERHALTEN BLEIBEN

Im Baumarkt kann man schöne Insektenhotels kaufen, leider sind diese für Wildbienen NICHT wirklich zu gebrauchen.

 

In den meisten Fällen wird Fichtenholz verwendet, dieses ist bei Nässe leider oft sehr harzig und Bienen können kleben bleiben.

 

Weitere Gründe sind zu große Durchmesser der Bambusröhrchen, aber auch "Verknotungen" erschweren es den Wildbienen. Abstehende Holzfasern beim Röhrcheneingang stellen für die Flügel eine erhebliche Gefahr dar. Stroh, Zapfen und Schmetterlingsöffnungen sind für Wildbienen komplett fehl am Platz.

Ein Paradies für alle Steilwand nistenden Wildbienen, ist die Pleschinger Austernbank in Steyregg. Das Gebiet mit 8,2 ha wird von der Stiftung für Natur betreut. Riesige Lösswände

befinden sich darauf. Laut der Seite von Stiftung für Natur konnten etwa 100 Wildbienenarten nachgewiesen werden, darunter die in Oberösterreich seltene geriefte Steilwand-

Sandbiene (Lasioglossum limbellum) und die polierte Sandbiene (Andrena polita).

75 % aller Wildbienen nisten unter der Erde

Eine weitere Möglichkeit für Hohlraum nistenden Wildbienen sind, Holz mit Bohrlöcher zu versehen.

 

Es muss unbedingt trockenes Hartholz (Buche, Eiche, Esche, etc.) verwendet werden. Bei nicht durch getrocknetem Holz besteht die Möglichkeit der Schimmelbildung.

 

Gebohrt sollte immer auf der Rindenseite werden. Sonst besteht die Gefahr der Rissbildung.

 

Bei den Nisteingängen sollten keine Holzsplitter abstehen, sonst können Flügel der Wildbienen verletzt werden.

 

Die Durchmesser der Bohrlöcher können von 2 mm bis zu 1 cm.

Wildbienen, die ihren Nistplatz im Holz anlegen,  brauchen Totholz oder morsches Holz. Z.B.: die Holzbienen nagen selbst ihre Gänge ins Holz.

 

Bevorzugt werden Laubbäume, insbesondere Obstbäume (Apfel, Birne...). Besiedelt werden unterschiedlichste Konsistenzen vom Holz.

 

Bei unseren beiden Fotos befindet sich das Holz (alter Baumstumpf) schon im weißfauligem Zustand. Dieser Zustand wird durch einen Pilz (Weißfäule) verursacht. Dadurch ist das Holz schon sehr weich. Die Wildbienen können dadurch problemlos ihre Gänge anlegen.

 

Totholz kann gestapelt oder einfach mal liegen gelassen werden.

Auch Straßenkanten oder Wegekanten werden gerne besiedelt. Diese Bereiche

sollten möglichst gut besonnt und keinen starken Bewuchs vorweisen

Eine Steinmauer, die Zwischenräume sind mit Erde

aufgefüllt, ein wahrer Hotspot

Nistmöglichkeiten für Hohlraum nistende Wildbienen

Nistmöglichkeiten für Steilwand nistende Wildbienen

Nistmöglichkeiten für Totholz nistende Wildbienen

Nistmöglichkeiten für unter der Erde nistende Wildbienen

Rund 75 % aller Wildbienenarten legen ihre Brutnester unter der Erde an.

 

"Erdbienen" sind im Gegensatz zu Erdwespen völlig harmlos. Als Nistplatz sind magere, lückrig oder nicht bewachsene Bodenflächen geeignet. Nicht nur sandige Flächen oder leicht bewachsenes Erdreich wird besiedelt, sondern auch bei Wegränder von Straßen, Wege und Trampelpfade, sowie Erdhügeln werden ihre Bauten angelegt.

Sie graben meist selbst ohne Hilfe ihre Nistgänge in den Boden.

Nistmöglichkeiten für in markhaltigen Stängel nistende Wildbienen

Mehrere Markhaltige Stängel nebeneinander

Einzellne markhaltige Stängel aufgestellt

Markhaltige Stängel können von verschiedenen Pflanzen, Sträucher und Beerensträucher verwendet werden.

 

Z.B.: Brombeer, Himbeer, Disteln, Rosen, Holunder, Sonnenblumen, Königskerze...

 

Brombeerstängel sollten sich am besten eignen. Markdurchmesser ab 7 mm sind ideal.

 

Abgeschnittene markhaltige Stängel müssen trocken gelagert werden, bis diese vollständig durch getrocknet sind und sollten einzeln (nicht gebündelt) und vor allem senkrecht aufgestellt werden.

 

So einfach gehts:

Die Stängel können problemlos im Maschendrahtzaun eingefädelt werden, oder mit Bindedraht überrall befestigt werden. Die Brombeerstaunden im Herbst einfach nur bis zur Hälfte zurück scheiden, Wildbienen finden sie von selbst.

Große Lösswand

Große Lösswand

Kleine Abbruchkante aus Erde

Abbruchkanten aus Sand/Lehm

Nisteingänge im Totholz

Totholz für Wildbienen

Totholz für Wildbienen

Totholz für Wildbienen

Sandige Fläche ohne Bewuchs

Sandige Fläche ohne viel Bewuchs

Nisteingänge von Wildbienen im Sandboden

Nisteingänge von Wildbienen im Lehmboden auf einem Dachboden

Alte Hausmauer voll mit Nisteingängen

Zwischen den Ziegel bauen die Bienen in der Lehmschicht

Nisteingänge von Wildbienen im Sandboden

Nisteingänge von Wildbienen im Sandboden

Wildbiene beim besiedeln eines markhaltigen Stängel

Wildbiene beim besiedeln eines markhaltigen Stängel

Eine Wildbiene vor ihrem Nisteingang im Boden

Eine Wildbiene vor ihrem Nisteingang im Boden

Einige Nisteingänge in einer Lösswand

Einige Nisteingänge in einer Lösswand