Unseren ersten Nistkasten mit Bruthülsen haben wir online gekauft, diese funktionierten schon sehr gut und wurden gut angenommen. Nach einiger Zeit wollten wir selbst einen Nistkasten entwerfen, welchen wir genau auf unsere Bedürfnisse anpassen konnten.

 

Herausgekommen ist ein Nistkasten mit Flachdach. Verbaut wurden 0,12 m2 Pappelholz mit einer 1,5 cm dicken Siebruckplatte als Dach. Im Inneren befinden sich ca.110 Bruthülsen mit 10 cm Länge und im Durchmesser von 4 mm bis 9 mm. Als Schutz vor der Witterung befindet sich am Dach eine Teichplane. Eine Aufhängung variiert je nachdem, wo der Nistkasten befestigt wird. 

 

Nistkasten seitlich

Vorderseite Nistkästen

Variante mit Dachpappe

Variante mit Teichfolie

Nistkasten Vorderseite offen

Bruthülsen im Inneren

Nisteingänge in einer Sandwand

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Nistturm mit 1 cm Nisteingänge

Nistkasten für den NIstturm

Eine weitere Möglichkeit für Hohlraumbrüter sind Nisttürme. Die Platten sind aus MDF (Mitteldichte Holzfaserplatte) gefertigt. Vom Durchmesser 6 mm bis 9,5 mm werden sie meistens angeboten. Wir haben bei unseren Türmen Nistboxen eingebaut, daraus kriechen dann die geschlüpften Mauerbienen.

Wildbienen brauchen viele verschiedene Nistmöglichkeiten, wie:

 

Sandbienen, Pelzbienen, Trauerbienen ... nisten unter der Erde (Sandböden, Sandhaufen, Böschungen ...)

 

Buckel Seidenbiene, Furchenbienen ... nisten in einer Steilwand (Alte Mauern, Lösssteilwand, Sandsteilwand ...)

 

Rostrote Mauerbiene, Gehörnte Mauerbiene ... nisten in einem Hohlraum (Käferfräßgänge, Bambus/Schilfröhrchen ...)

 

Blaue Holzbiene, Wald Pelzbiene ... nisten im Totholz (Morschholz)

 

Schwarze Keulenhornbiene, Stängel Mauerbiene ... nisten in Markstängel (Brombeerstängel, Schilf, ...)

UM WILDBIENEN NACHHALTIG ZU UNTERSTÜTZEN, MÜSSEN DIE LEBENSRÄUME ERHALTEN BLEIBEN
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Im Baumarkt kann man schöne Insektenhotels kaufen, leider sind diese für Wildbienen NICHT wirklich zu gebrauchen. In den meisten Fällen wird Fichtenholz verwendet, dieses ist bei Nässe leider oft sehr harzig und Bienen können kleben bleiben. Weitere Gründe sind zu große Durchmesser der Bambusröhrchen, aber auch "Verknotungen" erschweren es den Wildbienen. Abstehende Holzfasern beim Röhrcheneingang stellen für die Flügel eine erhebliche Gefahr dar. Stroh, Zapfen und Schmetterlingsöffnungen sind für Wildbienen komplett fehl am Platz.

Ein Paradies für alle Steilwand nistenden Wildbienen, ist die Pleschinger Austernbank in Steyregg. Das Gebiet mit 8,2 ha wird von der Stiftung für Natur betreut. Riesige Lösswände

befinden sich darauf. Laut der Seite von Stiftung für Natur konnten etwa 100 Wildbienenarten nachgewiesen werden, darunter die in Oberösterreich seltene Geriefte Steilwand-

Sandbiene (Lasioglossum limbellum) und die polierte Sandbiene (Andrena polita).

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75 % aller Wildbienen nisten unter der Erde
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Eine weitere Möglichkeit für Hohlraum nistenden Wildbienen sind, Holz mit Bohrlöcher zu versehen.

 

Es muss unbedingt trockenes Hartholz (Buche, Eiche, Esche, etc.) verwendet werden. Bei nicht durch getrocknetem Holz besteht die Möglichkeit der Schimmelbildung.

 

Gebohrt sollte immer auf der Rindenseite werden. Sonst besteht die Gefahr der Rissbildung.

 

Bei den NIsteingängen sollten keine Holzsplitter abstehen, sonst können Flügel der Wildbienen verletzt werden.

 

Die Durchmesser der Bohrlöcher können von 2 mm bis zu 1 cm.

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Wildbienen, die ihren Nistplatz im Holz anlegen, brauchen Totholz oder morsches Holz. Z.B. die Holzbienen nagen selbst ihre Gänge ins Holz hinein.

 

Bevorzugt werden Laubbäume, insbesondere Obstbäume (Apfel, Birne...). Besiedelt werden unterschiedlichste Konsistenzen von Holz.

 

Bei unseren beiden Fotos befindet sich das Holz (altes Baumstumpf) schon im weißfauligem Zustand. Dieser Zustand wird durch einen Pilz (Weißfäule) verursacht. Das Holz ist schon sehr weich, man kann dadurch leicht kleine Stücke abreißen.

 

Kleinere Nisteingänge im Morschholz, vermutlich durch Wildbienen sind zu sehen.

Auch Straßenkanten oder Wegekanten werden gerne besiedelt. Diese Bereiche

sollten möglichst gut besonnt und keinen starken Bewuchs  vorweisen.

Eine Steinmauer, die Zwischenräume sind mit Erde

aufgefüllt. ein wahrer Hotspot

Nistmöglichkeiten für Hohlraum nistende Wildbienen

Nistmöglichkeiten für Steilwand nistende Wildbienen

Nistmöglichkeiten für Totholz nistende Wildbienen

Nistmöglichkeiten für unter der Erde nistende Wildbienen

Rund 75 % aller Wildbienenarten legen ihre Brutnester unter der Erde an.

 

Sie graben selbst Nistgänge ohne fremde Hilfe in den Boden.

 

Sonnige, trockene Flächen mit wenig Bewuchs sind sehr beliebt. 

 

Sandboden wird jedoch bevorzugt, aber Erdboden wird auch gerne angenommen.

Nistkasten mit Bruthülsen sind optimal für Wildbienen

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Nistmöglichkeiten für in Markhaltogen Stängel nistende Wildbienen

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Mehrere Markhaltike Stängel nebeneinander

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Mehrere Markhaltike Stängel einzeln aufgestellt

Mark eines Markhaltigen Stängel

Markhaltige Stängel können von verschiedenen Pflanzen und Beerensträucher verwendet werden.

 

Z.B.:Brombeer, Himbeer, Disteln, Rosen, Holunder, Sonnenblumen, Königskerze...

 

Brombeerstängel eignen sich am besten, Markdurchmesser ab 7 mm sind ideal.

 

Abgeschnittene Markhaltige Stängel sollten trocken gelagert werden, bis diese vollständig durch getrocknet sind.

 

Diese Stängel sollten einzeln (nicht gebündelt) und vor allem senkrecht aufgestellt werden.

 

Stängel können ganz einfach aufgestellt werden,  z.B.:

 

Befestigt an einem Holzzaun mit Kabelbinder.

In einem Maschendrahtzaun einfach eingefädelt.

Zwischen 2 Steher werden 2 Seile gespannt, und die Stängel werden mit Kabelbinder daran befestigt.

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Besiedelter Stängel

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Große Lösswand

Große Lösswand

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Kleine Abbruchkante aus Sand/Lehm

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Abbruchkante aus Erde

Nisteingänge im Totholz

Totholz für Wildbienen

Totholz für Wildbienen

Totholz für Wildbienen

Sandige Fläche ohne Bewuchs

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Sandige Fläche ohne Bewuchs

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Nisteingänge von Wildbienen im Sandboden

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Nisteingänge von Wildbienen im Lehmboden